Gelingt Werder unter dem neuen Trainer Dutt die Trendwende? Print E-mail
Written by weserstolz   
Wednesday, 21 August 2013 00:00

Neuer Trainer neues Glück? Robin Dutt tritt ein schweres Erbe in Bremen an. Vorgänger Schaaf war/ist eine Institution bei Werder und noch immer allgegenwärtig. Die von Schaaf über 13 Jahre geschaffenen Strukturen können nicht von einem Tag auf den anderen verändert werden, der Kader ist in grossen Teilen derselbe des letzten Jahres. Die Qualität auf diversen Positionen im Spielerkader ist nachweislich höchstens durchschnittlich. Angesichts der angespannten Finanzlage kann Werder aber nicht im grossen Stil in neue Spieler investieren. Werder hat auf vielen Positionen, trotz eines (zu) grossen Kaders, zu viel Durchschnitt in der Mannschaft. Hinzu kommen Pseudo- und Problem"stars" wie Elia und Arnautovic. Während bei Elia noch geringe Hoffnung vorhanden ist, besteht diese bei Arnautovic nach nunmher drei Jahren nicht mehr. Werder muss und möchte ihn gerne verkaufen, auch um anderweitig noch qualitativ in den Kader investieren zu können. Werder verfügt über den jüngsten Kader der Bundesliga, aber bei vielen dieser jungen Spieler ist unsicher, ob sie sich im Stamm etablieren werden können.

Eine sehr schwierige Ausgangslage für Dutt. Die Vorbereitung verlief entsprechend äusserst durchzogen, der eigentliche Start in die Saison missriet mit dem dritten Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals sogar gründlich. Werder zeigte sich in dieser Partie nicht verbessert im Vergleich zur Rückrunde der letzten Saison, ja bot sogar eine jämmerliche Vorstellung. Der Start in die Bundesliga verlief hingegen, rein resultatbezogen, optimal. Sechs Punkte aus zwei Spielen, aber auch in diesen Partien gegen vermeintliche Mitkonkurrenten gegen den Abstieg, überzeugte Werder nicht. Allenfalls Einsatz, Kampf und Moral können positiv erwähnt werden. Mit Abstrichen scheint absehbar, dass auch die Dauerbaustelle Abwehr(verhalten) sich auf dem Weg der Besserung befindet. Negativ hingegen, dass die positiven Attribute zulasten der Kreativität und Offensive gehen. Kaum ein vernünftiger Spielzug, schlechte Spieleröffnung, viele Fehlpässe, technische Mängel und Schwächen im direkten Zweikampf.

Aber ein Narr wer erwartet hat, dass ein neuer Trainer all diese Schwächen, die sich über die letzten drei Jahre unter Schaaf massiv manifestiert haben, in ein paar Wochen resp. Monaten beseitigen kann. Es ist wohl so, wie von Eichin und Dutt erwähnt, dass es ein langwieriger Restrukturierungsprozess werden wird. Es ist Geduld gefragt, auch wenn dies jedem Fussballfan schwerfallen wird. Es ist ein Prozess der kleinen Schritte und Erfolge, aber die kleinen Erfolge müssen denn auch sichtbar werden. Ich bin aber positiv gestimmt, denn mit Eichin und Dutt sind zwei Fachleute am Werk, die Werder zurück zu alten sportlichen Erfolgen führen können.

100% Werder!

 

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