Gladbach - WERDER: 4:1 Print E-mail
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Sunday, 01 September 2013 00:00

Böse Klatsche in Gladbach

Quelle: Sportbild.de

„Heute hat alles gepasst - sogar den fünften Treffer haben wir selbst gemacht”, sagte der Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach nach dem 4:1 (1:0)-Sieg gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen, der auch in der Höhe verdient war. Vier Offensivkräfte hatte Trainer Lucien Favre erneut aufgeboten, um das zuvor in drei Spielen nur einmal bezwungene Bremen-Bollwerk zu knacken. Und alle vier trafen: Erst Juan Arango (36.), dann die Neuzugänge Raffael (53.) und Kruse (74.) und schließlich Patrick Herrmann (85.) in seinem 100. Ligaspiel. „Wir Offensivspieler sind dazu da, Tore zu machen”, sagte Kruse, der nun mit einem „guten Gefühl” zum DFB-Team reist: „Das war ein gelungenes Wochenende”.

„Gladbach hat uns mit seiner Extra-Klasse ausgekontert”, sagte auch Werder-Trainer Robin Dutt, sein Gegenüber Favre konnte da nur zustimmen: „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat das Spiel am Ende sehr gut beherrscht”, sagte der Schweizer, der mit Komplimenten sonst eher sparsam umgeht. Und für das nächste Spiel in Hoffenheim endlich auch einen Auswärtssieg fordert. Zwei Siege in Folge waren Gladbach zuletzt im Februar 2012 gelungen.

Die einzigen Gladbacher mit mürrischem Blick waren dann auch Granit Xhaka und Luuk de Jong. Xhaka, weil er früh ausgewechselt wurde („Der vierte Offizielle hat dem Trainer gesagt: Noch ein Foul, und ich bin weg”) und Zwölf-Millionen-Mann de Jong, da er nicht einmal eingewechselt wurde. Angesichts des Offensiv-Feuerwerks der „fantastischen Vier” stellte sich allerdings die Frage: Für wen auch?

Werder-Coach Dutt zeigte sich derweil trotz der zweiten Niederlage in Folge keineswegs unzufrieden: „Unser Spielaufbau war deutlich verbessert, wir hatten diesmal mehr Spielanteile und Ballbesitz”, sagte der ehemalige DFB-Sportdirektor: „Auch die Gesamtbilanz mit sechs Punkten ist in Ordnung.”

Trotz des erschreckend harmlosen Auftritts der Hanseaten stützte Sportdirektor Thomas Eichin die Ansicht seines Trainer. „Wir haben lange Zeit gut mitgespielt” sagte er. Kritik an der Spielweise wollte er erst gar nicht aufkommen lassen: „Wir dürften nicht glauben, dass wir so eine gefestigte Mannschaft wie Gladbach einfach locker weghauen.”