WERDER - Freiburg: 5:3 Print E-mail
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Sunday, 21 August 2011 08:27

Werder-Wahnsinn wieder da!

Von M. BALCZUWEIT und W. SCHMID

Was für ein Spiel! Werder schlägt Freiburg mit 5:3, feiert den 700. Erfolg in der Bundesliga-Geschichte! Und Gäste-Trainer Marcus Sorg verliert in der heißen Schlussphase die Nerven, wird auf die Tribüne verbannt. Der Werder-Wahnsinn ist wieder da! Nach dem zurückliegenden Chaos-Jahr (nur Platz 13) lassen die Bremer Offensiv-Qualitäten aufblitzen, die es seit einer Weile an der Weser nicht mehr zu sehen gab. Fünf Tore – fünf verschiedene Torschützen. Zum ersten Mal seit Februar 2010 schießt Werder wieder fünf Tore in einem Bundesliga-Spiel. Nationalspieler Marko Marin freut sich über das Tor-Spektakel: „Schön, mal wieder so ein Spiel zu erleben.“ Irre: Torschütze Wesley schnappt sich bei seinem Jubel über das 5:3 eine Kamera eines Fotografen, knipst feiernde Fans.

Trainer Thomas Schaaf dämpft die Euphorie: „Wir haben uns das Leben viel zu schwer gemacht und uns selbst in Not gebracht. Man sieht, dass uns noch die Souveränität fehlt. Wir müssen viel ruhiger spielen.“ In der Abwehr klaffen noch zu viele Lücken bei den Bremern, um wirklich an alten Glanz anknüpfen zu können. Gute Nachricht für die Norddeutschen: Nationalverteidiger Per Mertesacker schließt einen Wechsel zu Arsenal London aus und stellt klar: „Ich bleibe in Bremen!“ Auch Stürmer Marko Arnautovic („Ich trage das Werder-Wappen und dabei wird es auch bleiben“), den PSV Eindhoven jagt, will bleiben.

Bundesliga-Neuling Sorg (trainierte zuletzt Freiburgs Amateure) flippt bei seinem dritten Bundesliga-Spiel als Chefcoach völlig aus, als Schiri Peter Sippel (München) ihn nach dem Bremer Elfer-Tor zum 4:3 (87.) auf die Tribüne schickt. Sorg muss von Co-Trainer Christian Streich schon fast mit Gewalt weggezogen werden vom vierten Offiziellen Norbert Grudzinski (Hamburg). Sorg hinterher: „Das gibt’s nirgendwo, dass einer ruhig bleibt, wenn er so benachteiligt wird.“ Was er meint: Laut Freiburgs Trainer habe nicht er sich lautstark über den Elfer aufgeregt, sondern einer seiner Assistenten. Der Schiri habe ihn also fälschlicherweise runtergeschmissen. Sorg: „Schade, dass der vierte Mann nicht das Rückgrat hat, das richtigzustellen.“ Ein wahnsinniges Spiel...

 

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