WERDER - Mainz: 0:2 Print E-mail
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Sunday, 19 September 2010 09:45

Frings rechnet mit den Kollegen ab

Von CHRISTOPH SONNENBERG und PETER DÖRR

Zoff bei Werder nach dem 0:2 gegen Mainz. Torsten Frings (33) rechnet mit seiner Mannschaft ab. Der Kapitän schimpft: „Wir machen es den Gegnern zu einfach. Wir arbeiten ganz schlecht nach hinten. Es machen nicht alle mit. Wir kommen nicht in die Zweikämpfe. Das ist ein Riesen-Problem.“ Er schießt gegen die Offensiv-Abteilung um Arnautovic, Marin und Almeida.

Frings: „Vorne bietet sich niemand an. Das hat nichts mit Fitness zu tun. Wir sind nicht bereit, die Wege zu gehen, die wehtun. Viel zu wenig bei unseren Ansprüchen.“ Alarmierend: Ohne die verletzten Mertesacker (Augenhöhlenbruch), Naldo (Knie) und Pizarro (Muskelfaserriss) ist Werder nur die Hälfte wert. Trainer Schaaf: „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich je so ein schlechtes Spiel von uns gesehen habe.“ Boss Allofs: „Das war zu schlecht, um wahr zu sein.“

Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel kontrollierte insbesondere in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen, die Hanseaten fanden überhaupt nicht in die Partie. Vor 34.023 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion ließen die Norddeutschen bis in die zweite Halbzeit hinein jegliche Torgefahr vermissen. Schon nach einer guten halben Stunde verloren viele Besucher die Geduld und reagierten mit Pfiffen auf den schwachen Auftritt der Grün-Weißen.

Der am Oberschenkel verletzte Claudio Pizarro wurde schmerzlich vermisst, ohne den Peruaner blieben die Offensivaktionen der Bremer zu schematisch und viel zu leicht zu durchschauen. Es dauerte bis zur 52. Minute, ehe die ideenlosen Platzherren durch Ex-Nationalspieler Tim Borowski zu ihrer ersten Torgelegenheit kamen. Die Mainzer hingegen überzeugten durch kluge Raumaufteilung und viel Laufbereitschaft, die die Angriffsbemühungen der Norddeutschen zumeist im Keim erstickten. Werder-Coach Thomas Schaaf machte aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl und forderte seine Truppe mehrfach lautstark zu mehr Einsatz auf. Kurz nach dem zweiten Gegentor riss ihm der Geduldsfaden: Mit Wesley, Philipp Bargfrede und Sandro Wagner wechselte er gleich drei Spieler auf einmal ein. Torschütze Risse sowie der technisch starke Holtby waren die stärksten Akteure bei den Mainzern. Bei den Bremern erreichte lediglich Marko Marin, wenn auch mit Abstrichen, Normalform.

 

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