Spielberichte zur Bundesliga, DFB Pokal und International: Saison 2008/2009
Hamburg - WERDER: 2:3 Print E-mail
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Sunday, 10 May 2009 10:20

Werder im Finale-Finale-Rausch!

Von K.-U. HESSE, M. BALCZUWEIT, B. MILANI und K. FETTE

Bremen im Euro-Himmel! Werder steht nach dem 3:2 beim HSV (Hinspiel 0:1) im Uefa-Cup-Finale. Ein Riesen-Fehler von HSV-Torwart Rost und eine Papierkugel (!!!) sorgten für die Entscheidung. Der Werder-Wahnsinn! Die Bremer rauben dem HSV wieder das Finale – wie schon im DFB-Pokal. 5000 Fans singen in der Hamburger Arena: „Und wieder kein Finale, HSV!“ Werder trifft am 20. Mai in Istanbul auf Schachtjor Donezk. Dreimal war Werder zuvor in einem Uefa-Cup-Halbfinale gescheitert, diesmal klappte es. Nur einer war traurig: Diego! Der Brasilianer sah seine 3. Gelbe Karte, fehlt im Finale.

Es war ein aufregender Pokal-Kampf vor 51 500 Fans. Mit dem besseren Start für den HSV. 12. Minute: Mathijsen marschiert nach vorne, spielt auf Olic. Der Kroate läuft frei auf Wiese zu, lupft den Ball mit links über den Werder-Torwart zum 1:0 ins Netz. Mitten in die Jubel-Gesänge das 1:1. Pizarro spielt Diego schön frei. Der Brasilianer tickt den Ball aus 8 m mit der Pike über Rost ins HSV- Tor (29.). Diego wirbelt weiter. Schuss aus 23 m – Latte (37).

Dann die Szene, die Diego besonders weh tut: 41. Minute: Plötzlich kommt es zu einem Wortgefecht mit Alex Silva. Der Hamburger wirft seinem Landsmann vor, Schwalben zu machen. Er schubst Diego. De Bleeckere (Belgien) zeigt beiden Gelb (37.). Diego ist fürs Finale gesperrt. In der Pause kommt es im Kabinengang zum Gerangel zwischen Diego und Alex Silva. Werder-Trainer Schaaf und Naldo, der mit dem HSV-Spieler befreundet ist, gehen dazwischen. Und nicht nur Diego wird Werder gegen Donezk fehlen - auch Almeida fehlt gesperrt.

Der nächste Aufreger: Pizarro zieht einfach mal aus 22 m ab. Der Ball flattert zum 2:1 für Bremen ins rechte Eck (22). Den hätte Rost einfach halten müssen. Unglaublich, wie das 3:1 zustande kommt: Gravgaard will in Ruhe klären, da verspringt der Ball auf einer Papierkugel, die die HSV-Fans auf den Platz geworfen hatten – Ecke! Diego schießt, Almeida verlängert, Baumann köpft aus 2 m das 3:1 für Werder (83.). Olic erzielt per Kopf den Anschlusstreffer (87.). Jetzt würde den Hamburgern ein Tor zum Finale reichen. 22:37 Uhr: Abpfiff! Werder steht im Finale. Und Hamburg weint bittere Tränen.

 

noten

 

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Köln - WERDER: 1:0 Print E-mail
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Sunday, 03 May 2009 22:33

Köln feiert Rettung – Vorwürfe gegen Schaaf

Werder verliert mit angezogener Handbremse! 0:1 bei Daums Kölnern, die den Sieg bei 9 Punkten vor dem Relegationsplatz wie die Rettung feiern. Die Bremer in Gedanken beim Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag im Uefa-Pokal beim HSV. Diego, Özil und Almeida (alle angeschlagen) gar nicht erst dabei. Das sorgt für Ärger bei Kölns Abstiegskonkurrent. Bochum wirft Trainer Thomas Schaaf Wettbewerbsverzerrung vor. Sportdirektor Ernst zu BILD: „Werder hat bewusst auf Qualität verzichtet. Das behält für mich einen komischen Beigeschmack.“

Novakovic macht nach toller Vucicevic-Vorarbeit sein 16. Saisontor (61.). Bremens Rosenberg schiebt vorher frei am Tor vorbei (12.). Prödl haut Novakovic von hinten um. Hätte Rot statt nur Gelb geben können. Obwohl Diego nicht dabei war, wurde viel über ihn gesprochen. Stefan Effenberg wirbt im TV-Sender „Premiere“ für einen Wechsel zu Bayern: „Diego würde gut zum FC Bayern passen.“ In der BILD am Sonntag hatte Diego erklärt: „Wenn die Bayern mich wollen, müssen sie sich an Werder wenden.“

 

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WERDER - Hamburg: 0:1 Print E-mail
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Sunday, 03 May 2009 12:14

Trochowski trifft! HSV nimmt Rache für Pokal-Aus

Es berichten Markus Balczuweit, Babak Milani und Kai-Uwe Hesse

Seinen 48. Geburtstag hatte sich Werder-Trainer Thomas Schaaf sicher ein bisschen anders vorgestellt...1:0 (1:0) gewinnt der HSV im Halbfinal-Hinspiel des Uefa-Cups bei Angstgegner Werder Bremen. Die Rache für das bittere Aus im DFB-Pokal schon fast geglückt. Und Piotr Trochowski (25) der gefeierte Held der Hamburger. Der HSV von Beginn an das stärkere Team, deutlich bissiger als Werder – und mit der ersten Chance: Kroaten-Knipser Ivica Olic taucht schon nach zwei Minuten zum ersten Mal frei vor Wiese auf, scheitert am Werder-Keeper. Der Pokalheld von letzter Woche stark. Danach zwei Werder-Chancen: Erst scheitert Diego mit einem Flachschuss an Rost, dann jagt Alexandros Tziolis den Ball über den HSV-Kasten. Doch den Ton gibt weiter der HSV an – und zwar in jeder Hinsicht! Auf den Rängen sind die HSV-Fans lauter, auf dem Rasen die HSV-Stars zielstrebiger.

Die Belohnung in der 28. Minute: Nach einem Fehlpass von Werders Abwehrmann Sebastian Boenisch in der gegnerischen Hälfte zieht der HSV einen super Angriff auf. Über Piotr Trochowski und Jonathan Pitroipa gelangt der Ball auf die rechte Seite zu Guy Demel. Der Ivorer mit einer starken Flanke an den langen Pfosten, dort steht Trochowski völlig frei und köpft ungehindert ein! 0:1 – Trochowskis dritter Treffer im Uefa-Cup. Der HSV jubelt! Und was macht Werder?

Die Bremer im ersten Durchgang völlig harmlos, im Vergleich zum DFB-Pokalspiel kaum wieder zu erkennen. Deutlich mehr Ballbesitz für Werder dann im zweiten Durchgang, auch die Chancen für Grün-Weiß deutlicher. Almeida (51., 61.), Diego (74.) und Pizarro (77.) jedoch ohne Abschlussglück. Der HSV nur noch selten in der Offensive, übersteht die hektische Schlussphase am Ende mit Glück. Eine bittere Pille musste der HSV allerdings schlucken: Nach einem Foul an Clemens Fritz sah Paolo Guerrero die vom gut leitenden englischen Schiri Howard Webb (BILD-Note 2) die Gelbe Karte und ist damit fürs Rückspiel gesperrt...

 

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Spassfaktor Werder Print E-mail
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Saturday, 25 April 2009 16:34

von Aline Häger (Sport-Bild)

Für Werder Bremen ist es eine der schlimmsten Spielzeiten der letzten zehn Jahre. In der Bundesliga. Nur Platz zehn, so schlecht war man unter Trainer Thomas Schaaf noch nie. Für die Fans aber bietet Werder weiter grosses Kino. Die Bremer sind der Spassfaktor im deutschen Fussball. Unberechenbar, stets für eine Überraschung gut. Mit dieser Mannschaft wird es nie langweilig.

Pleiten gegen Kellerkinder, viele Topklubs der Liga bekamen von den Bremern eine Abreibung. Hertha kriegte fünf Tore, Bayern und Stuttgart jeweils vier. Die Hoffenheimer, als sie noch ein Meisterkandidat waren, kassierten sogar fünf Treffer gegen Werder. Im DFB-Pokal schoss man erst die super heimstarken Wolfsburger in der VW-Stadt mit 5:2 aus dem Wettbewerb. Jetzt der Einzug ins Finale nach einem Krimi gegen den HSV. Im Uefa-Cup musste auf dem Weg ins Halbfinale sogar der AC Mailand dran glauben.

Das Kuriose ist: Während die grossen Bayern bestenfalls Deutscher Meister werden, sind für die Bremer zwei Titel zum Greifen nah. Werder kann tatsächlich die erfolgreichste Mannschaft Deutschlands dieser Saison werden. So verrückt kann der Fussball sein.

 

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Hamburg - WERDER: 2:4 n.E. Print E-mail
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Wednesday, 22 April 2009 23:05

Wahnsinn! Wiese hält 3 Elfer vor der HSV-Wand

Von KAI-UWE HESSE, MARKUS BALCZUWEIT und BABAK MILANI

Wiese, du Elfer-Riese! Werder-Torwart Tim Wiese entschied das längste Nord-Derby aller Zeiten (erstmals Verlängerung). Er parierte im Elferschießen die Schüsse der HSVer Boateng, Olic und Jansen – sensationell! Und das vor der HSV- Wand, auf der 9000 Fans den Bremer Schlussmann auspfiffen. Mit 4:2 nach Elfmeterschießen erreicht Werder in Hamburg das Pokalfinale gegen Leverkusen (30. Mai).Wiese: „Das war der größte Tag meiner Torwart-Karriere.“ Und das, nachdem er das Derby („Wir müssen Hamburgern auf den Sack geben“) angeheizt hatte. Harte Sprüche, starke Leistung!

Viermal HSV gegen Werder in 19 Tagen – nach diesem dramatischen Auftakt zum „Derby hoch 4“ freuen wir uns auf die Fortsetzungen! Am nächsten Donnerstag geht’s in Bremen weiter mit dem Hinspiel im Uefa-Cup- Halbfinale. Die erste Halbzeit gehört Werder. 11. Minute: Diego zwirbelt einen Freistoß aus 20 Metern auf den linken Winkel. Rost klatscht den Ball mit der flachen Hand raus, Mertesacker staubt ab – 0:1! ZDF-Experte Olli Kahn: „Ein fieser Ball. Drüber lenken wäre besser gewesen.“

HSV-Trainer Jol reagiert zur Pause, baut auf drei Spitzen um (Pitroipa- Petric-Olic). Lohnt sich! 67. Minute: Werder lässt sich nach eigenem Eckball auskontern. Vorarbeit Pitroipa. Den 1. Schuss von Olic hält Wiese stark. Der zweite des Kroaten sitzt – 1:1! Hektik in der Nachspielzeit: Solospurt von Özil, Jarolim rammt ihn vor der Werder-Bank um – Rot von Schiri Kircher für den HSV-Kapitän! Rudelbildung, Handgemenge vor Trainer Schaaf, Jarolim pfeffert seine Binde weg. Kahn urteilt: „Rot ist zu hart.“ Werder-Manager Allofs: „Ganz klar Rot!“

Verlängerung: Rost pariert 2x gegen Rosenberg (94./113.). Im Rauslaufen rettet Wiese gegen Pitroipa (120.). Die Elfer mussten entscheiden... Mathijsen, Pizarro, Özil und Frings verwandelten – den Rest erledigte Riese Wiese!

 

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